Link zum Video von Murau TV:

https://youtu.be/DvFJ8lnKnnY

 

PROJEKTBESCHREIBUNG

 

Murau ist eine Kleinstadt in der steirischen Randprovinz. Umso erstaunlicher ist das  Spektrum, welches hier ansässige Kunstschaffende zu bieten haben.  

Die Stadtgemeinde hat das alte BH-Gebäude am Hauptplatz für das KUNSTschaffen geöffnet. Die in der Stadtgemeinde ansässigen KünstlerInnen, von Freischaffenden über FreizeitkünstlerInnen bis zur bildnerischen Pädagogik wurden von der Kulturvereinigung eingeladen das Haus einenSomme lang zu bespielen. Von Projektleiterin Anna Stocker wurde ganz bewusst für dieses Jahr die Ortsperspektive gewählt um die vielfältigen Facetten sichtbar zu machen. 

Das Besondere an dem Projekt ist, dass hier KUNSTschaffen aus  unterschiedlichsten  Zugängen gezeigt wird. So wie es Aufgabe der akademischen Kunstschaffenden sein soll, muss, kann, die Dinge zu hinterfragen, aufzureißen, auch zu provozieren, sowenig verträgt sich dies mit therapeutischem bzw. selbsttherapeutischem KUNSTschaffen. Hier kann ein kunsttheoretisches Hinterfragen sogar gefährlich werden, es ist Analyse gefragt!  Trotz dieser Weltentrennung  findet sich alles unter diesem  einen Spannungsbogen, ergänzt durch unkompliziertes lustvolles Freizeitschaffen und junger, pädagogisch beeinflusster Kreativität. Das Abbild der Kreativen einer Gemeinde muss einem ganzheitlichen Denken folgen.

Entscheidend ist, was heraus will, heraus geholt, gezeigt, sich äußern will, was den Menschen als Individuum oder die Gesellschaft als Gesamtes ein Stück weit bewegt.Weil die Kunst für den Menschen da ist und nicht der Mensch für die Kunst!

In rund 30 Räumen zeigt sich ein KUNSTschaffen wie es unterschiedlicher nicht sein kann, von intellektuell hart erarbeiteten bis zu hochemotionalen Zugängen, von Artist in Residenz Intentionen bis zu fertig ausgestatteten Ausstellungsräumen. So zieht sich eine 365-Tage-Bildinstallation von Reinhard Simbürger durch alle Gänge und Stiegenhäuser, Suzanne Barfuss zeigt Mythisches und verstörend Aktuelles, Judith Barfuss Abbilder der Welt, Elisabeth Krapfl erdet den Himmel in Dir, Hans Schattner bemuttert die keramische Erde. Bei Frank Hoffmann kann man spannende Drucktechniken kennenlernen. Su Schweiger und Vivian Simbürger werden sich in einer offenen Werkstätte dem Haus widmen. Susanne  Petautschnig und Herbert Siebenhofer bewegen sich in ihren ureigenen Farbuniversen und bei Ingrid Purgstaller und Waltraud Zika sieht man was Kunstschaffen therapeutisch vermag. Aber das ist noch nicht Alles, denn da präsentiert sich noch Karin Reinprecht mit Typen-Thematik aus der Fremde und Andockungen an die Älpler des Peter Rosegger. Anna Stocker widmet sich in einer Installation dem Mythos Buch und nicht zuletzt lotet der Kreativ-Zweig des BORG Murau  mit Maren Hirt, unter Evi Esser und Sabine Zirker das Eigene und das Fremde in fantasievollen Selbstporträts aus.

 W. i. R  Young, das ist eine Einladung an junge Kreative, sich während der Öffnungszeiten zu treffen, zum Diskutieren, vielleicht auch zum Musizieren und auf jeden Fall um ihre Statements zu hinterlassen.  Einer der beiden Räume wurde schon mit ganz junger  kreativer Begeisterung einer 1. Kl. der NMS Murau unter Elisabeth Krapfl  gefüllt.

 

Obwohl stromlos, gibt das Haus in diesem Sommer eine gebündelte Kraft an Impulsen ab. ‚Stromlos‘ ist eine Herausforderung, der sich die KünstlerInnen aber ohne Scheu stellen. Scheuen Sie sich nicht, die Einladung anzunehmen und auf eine impulsreiche Entdeckungstour zu gehen.

 

Vernissage am Sa. 30. Juni um 18 Uhr.

mit Musik/Literatur/Kunst-Performances

Bilder 

 

Ausstellungsdauer von 30. Juni bis 31 August 

Kernöffnungszeiten: Mi. bis Sa. von 16-19 Uhr

Eintritt: Freiwillige Spende